Florian Becker von Becker & Sohn hat für diesen Beitrag die Unterschiede zwischen den angebotenen Waggons der DB und denen aus Schweizer Produktion ausgearbeitet. Wir freuen uns über die Aufklärungsarbeit und haben selbst von neuem Wissen profitiert.
Die Modelle haben überdies die nötige Bestellmenge für die Produktion erreicht und die Fertigung wurde beauftragt. Bis zum 30. Juni 2026 können die Waggons noch zum Vorbestellpreis von 1.135 € geordert werden. Danach erhöht sich dieser auf 1.295 €. Radsätze in Finescale und Pur werden ohne Aufpreis angeboten.
Hier geht es zu den Waggons auf der Webseite von Becker & Sohn: https://www.beckersohn.com/shop/Hbbis-Hbbillns-304-306-DB-Ep-IV-Spur1-Becker&Sohn-Modellbau-p825946144
Geänderte Schakenaufhängung bzw. Schakenstein:
Die bei Josef Meyer in Rheinfelden für die SBB gebauten Wagen besitzen je Achse einseitig eine zusätzlich gedämpfte Schakenaufhängung. Hierfür wurde nicht nur ein zusätzliches Bauteil ergänzt, sondern bei diesen Waggons auch der Schakenstein verschoben. Es ergibt sich dadurch das für die SBB-Wagen typische asymmetrische Bild des Fahrwerks.

Türmechanik an den Stirnseiten:
Anders als bei den DB-Wagen, bei denen die Türen mittels Hebeln entriegelt und auf die Laufschiene geschoben werden, wird bei den SBB-Wagen dafür eine Drehmechanik verwendet. Vermutlich ist diese einfacher in der Handhabung bei verzogenen Türen oder verrosteten Führungen. Die Umsetzung dieser Unterschiede erforderte selbstverständlich eine weiträumig geänderte Stirnpartie, bei der auch die fehlenden waagerechten Versteifungen an der Stirnseite berücksichtigt wurden. Die andere Stirnseite ist somit das entscheidendste Merkmal der SBB-Wagen gegenüber den DB-Wagen und war damit für uns unverzichtbar.


Türverriegelung:
Damit die Türen nicht aus Versehen zurollen hat die SBB an jeder Tür zusätzliche Stopper montiert die bei vollständiger Öffnung der Tür arretieren und vor dem Schliessen gelöst werden müssen


Puffer & Kupplung:
Auch bei den Puffern hat die SBB auf andere Bauteile zurückgegriffen, was auch im Modell entsprechend berücksichtigt wird. Wie bei der SBB üblich, ist der Kupplungsschwengel an der SBB-Version auch als Kugel ausgeführt.

Andere Kleinigkeiten:
Neben den grösseren beschriebenen Änderungen, die wirklich ins Auge springen, verstecken sich in der SBB noch viele andere kleine Unterschiede. So hat zum Beispiel das Handbremsrad vier statt drei Speichen, die Spillhaken sind anders geformt, die Umstelleinrichtung für die Bremse anders angeordnet und nach Schweizer Vorbild etc. Alles aufzuzählen würde sicher zu weit gehen 😉.
Apropos Puffer:
Unsere Wagen (sowohl DB als auch SBB) werden mit den vorbildgerechten 340 × 450 mm großen Rechteckpuffern ausgeliefert. Aufgrund der Länge des Wagens und um auch kleinere Gleisbögen ohne Überpuffern zu ermöglichen, bieten wir unseren Kunden gratis die grösseren UIC-Puffer mit 550 mm zum Austausch an. So können Betriebsbahner mit engen Radien bei Bedarf ihren Wagen mit nur wenigen Handgriffen umrüsten.


